13.01.2020 – Bericht über die Mongolei

Die Mongolei – ein fernes, fremdes Land

Am 13. Januar hatte Ulrike Odenthal, selbst langjƤhriges Mitglied im  Turnerbund Essen -Haarzopf 1903 , unsere Vereinsmitglieder zu einer Zusammenkunft mit der Institutionā€ž Rat u. Tat ā€ž eingeladen. In einem Raum der Pfarrei Christus Kƶnig schilderte sie in einer PrƤsentation ihrer Lichtbilder ihre Eindrücke und Erlebnisse in dem uns so fremden Land.

In einem kurzen geschichtlichen Exkurs zeigte sie uns anhand von Karten die einstige Ausdehnung des doch recht bedeutenden Landes.Zu Zeiten

Dschingis Khans  hatte es die größte Ausdehnung ,vom Kaspischen Meer bis zum Japanischen Meer.

Dschingis Khan war ein Khan der mongolischen Vƶlker.(Khan ist ein Titel der türkisch – mongolischen Herrscher). Er war der Begründer des mongolischen Reiches. Er vereinte die mongolischen StƤmme und eroberte weite Teile Zentralasiens und Nordchinas.Die Mongolei ist fast dreimal so groß wie Frankreich und  ist das am dünnsten besiedelte Land der Erde. Begründet ist das in der nomadischen Lebensweise der Bevƶlkerung. Diese führt nur zu geringer Urbanisierung  und schwacher Infrastruktur. Ein weiterer Grund für die geringe Bevƶlkerungsdichte ist der schamanische Glaube, der Eingriffe in die Natur nicht erlaubt.

Es war nicht Ulrikes Absicht , einen wissenschaftlichen Vortrag zu halten, mit den Informationen aus dem Internet. Ihre Bilder zeigten Eindrücke von der endlosen Weite der natürlichen Steppenlandschaft und von der Lebensweise der dort lebenden Mongolen. Ulrike lebte mit ihnen in einer Jurte und nahm an deren tƤglichen Leben teil. Eine Jurte ist ein großes Wohnzelt. Jede Familie hat eine Jurte, die immer wieder ab – und neu aufgebaut werden muss, wenn die Familien mit ihren Ziegen, Kühen und Schafen umherziehen und neue GrasplƤtze suchen. Ulrike zeigte etliche Bilder von  mongolischen Familien, die miteinander arbeiten,feiern und umherziehen. Sie sind Mongolen und wollen nicht, dass Menschen mit dem Down Syndrom Mongolen genannt werden. Es gibt kaum befestigte Straßen. Das Pferd ist das wichtigste Fortbewegungsmittel. ā€žDu musst reiten kƶnnenā€œ, sagte Ulrike und  zeigte sich selbst mutig bei einem Ritt in der Steppe.

Das Bild der Steppe zeigt immer wieder Owoos. Das sind Steinhügel am Ortsaus- oder – eingang Jeder, der in den Krieg zog , warf einen Stein auf den Haufen. Wenn er zurückkam, nahm er einen Stein vom Hügel und nahm ihn mit nach Hause,  aus Dankbarkeit, dass er den Krieg überstanden hatte. Die Steine, die auf dem Hügel  blieben, war die Anzahl derer, die im Krieg gefallen waren.

Heute sind diese Steinhügel auch noch eine rituelle Stelle. Jeder, auch jeder Reisende,  der die Stadt , und wenn es auch  eine Jurtenstadt ist, verlƤsst, umkreist den Hügel dreimal. Bei jeder Umrundung wirft er einen Stein auf den Haufen. Man bittet um ein gute Reise oder Heimkehr.

Die Steinhaufen sind auch Opferstellen. Es werden Geld, Gebetsfahnen oder auch ,als hohes Gut, Schafskƶpfe geopfert, um die Gƶtter gut zu stimmen.

Ulrike arbeitete in der Stadt Sowd auch in einem sog.Krankenhaus. Es ist in unserem Sinn ein abrissreifer Bau, dessen SchƤden Ulrike mit dem Arzt gemeinsam reparierte.Für uns kaum vorstellbar. Das Krankenhaus verfügt über fünf bis acht  Krankenzimmer mit vielen Betten, die mit bunten Ziegenhaardecken abgedeckt sind. Viele Patienten liegen dort, wie in einer Jurte. Das Krankenzimmer ist für uns offen einsehbar und gleicht einem spƤrlich eingerichteten Wohnzimmer.Armselig. Der Arzt sitzt in Jeans und Pullover hinter einem Tisch und strahlt Frƶhlichkeit aus. Eine Mutter ist mit ihrem kranken Kind gekommen, weil sie gehƶrt hat, eine deutsche Ƅrztin wƤre im Krankenhaus. Aber Ulrike ist gar keine Ƅrztin, sie unterstützt die Arbeit des Arztes. Der wissenschaftlichen Medizin schenkt der Arzt nicht das unbedingte Vertrauen. Aber mit Schamanenhilfe wird geheilt Da bedarf es noch viel Überzeugungsarbeit. Ulrike bringt sich mit großem Engagement überall ein. So auch mit unserer Spendengabe am Ende ihres Vortrags. Der Arzt schaffte AbtrennungsvorhƤnge von dem Geld an, die er sogleich an der Decke des Krankenzimmers anbrachte.

Das einsame Nomadenleben in der Steppe unterscheidet sich natürlich von dem in der Hauptstadt Ulan Bator, die einst ein Nomadenlager am Fluss Tuul war. Die Stadt wurde 1839 als Sitz des Oberhauptes des Lamaismus in der Mongolei gegründet. Danach entwickelte sie sich zu einem religiösen,wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum. Während der sowjetischen Herrschaft im 20. Jh. fand eine religiöse Säuberung statt.

GebƤude aus der Sowjetzeit, Museen in den verbleibenden Klƶstern und die Vermischung der traditionellen und modernen Lebensstile sind typisch  für das Bild der heutigen Stadt. Fast die HƤlfte der Mongolen lebt in der Hauptstadt. Modern gekleidete Menschen , einige HochhƤuser, aber noch entfernt von den HauptstƤdten anderer Staaten.

Im Anschluss an die Präsentation zeigte und erklärte Ulrike handwerkliche Gegenstände, Kleidung ,Werkzeuge und Bücher, die sie in einer kleinen Ausstellung zusammengetragen hatte.

Der Applaus war Ulrike sicher. Mit viel Herzblut vorgetragen.Alle waren angesprochen, berührt und begeistert. Ulrike herzlichen Dank.

Hella Hinsel

Weihnachtsfeier der Frauen 2019 am 2. Dezember 2019

In diesem Jahr fand die Weihnachtsfeier der Frauen wieder in dem bewƤhrten Lokal Sierra Nevada in der Siedlung  Heimaterde statt. Der Saal war für unsere Feier für fast 80 Sportlerinnen festlich geschmückt worden und die Damen vom Festkomitee hatten sogar für jede Teilnehmerin ein hübsches Geschenk vorbereitet. Das gebotene Programm war sehr vielfƤltig und abwechslungsreich.

Nach der Begrüßung durch Lars und dem Rückblick durch Christa auf die Ereignisse des Jahres 2018 sangen wir von Gita auf der Gitarre begleitete Weihnachtslieder, die viele an ihre eigene Kindheit erinnerten und zum ErzƤhlen ā€žvon früherā€œ anregten.

Ein nicht ganz ernst gemeintes Rezept von Gitte mit viiiiel Whisky und eine arg schaurige AdventserzƤhlung von Loriot lockerten u.a. die Stimmung auf. Bei angeregter Unterhaltung wurden dann die bestellten Speisen verputzt und als ā€žNachtischā€œ noch ein lustiges Spiel und ein Ruhrgebiets-Interview mit der Bergmannstochter ā€žDr. Antonia Cerwinsky-Querenburgā€œ geboten. Weitere Weihnachtslieder und Gedichte  und die Verteilung der Geschenke rundeten die gelungene Veranstaltung perfekt ab. 

Es war wiedermal ein sehr schƶner Abend!

Ursula Kallenborn-Weber

Tag der Vereine – 07.07.2019 im Bürgerpark Haarzopf

Was ist los in Haarzopf? Welche Vereine gibt es, was machen die und lohnt es sich vielleicht, dort mal vorbeizuschauen? Vielleicht hat sich der eine oder die andere diese Fragen schon mal gestellt.

Diese Fragen konnten am Sonntag, 07.07.2019 beantwortet werden. Alle in Haarzopf ansässigen Vereine und Institutionen trafen sich im Bürgerpark, um sich zu vorzustellen. Man war erstaunt, was es in Haarzopf so alles gibt, z.B. auch einen Hühnerzuchtverein. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

Der Turnerbund Haarzopf hatte an seinem Stand, der durch die aufgestellten Beachflags – betrat man den Bürgerpark – sofort sichtbar war, Flyer, Blƶcke und Stifte zum Mitnehmen ausgelegt. Aber nicht nur davon wurde reichlich Gebrauch gemacht, sondern es wurden auch viele Fragen an die Vorstandsmitglieder, die den Stand den Tag über besetzten, gestellt unsere Angebote und Turngruppen betreffend. Die Übungsleiterinnen der Kinderabteilung boten Spiele für alle Kinder an. Ein besonderes Highlight war die Animation unserer Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Übungsleiter Wolfgang KrƤmer als Moderator gemeinsam mit unseren Übungsleiterinnen und Übungsleitern aus allen Bereichen brachten das sitzende Publikum zum Aufstehen und Mitmachen. Man konnte beobachten: Bewegung nach flotter Musik kann wirklich jeder. 

 

Danke an alle Vorstandmitglieder, Übungsleiter und Übungsleiterinnen, die an diesem Tag anwesend waren, sich eingesetzt haben und den Verein präsentiert haben.

Ein besonderer Dank gilt dem Bürgerverein Haarzopf, der diesen gelungenen Tag auf die Beine gestellt hat.

Bettina Buch

Onkolauf 2019

Am 21. September 2019 nahm der TB Haarzopf am 17. Onkolauf in der Gruga teil.

Morgens war es noch empfindlich kühl. Als dann um 11.00Uhr der Startschuß fiel, konnten wir in T-Shirts laufen. Wir machten wieder Reklame mit den Leibchen vom Turnerbund Haarzopf. Jeder Teilnehmer konnte nach dem Lauf sein Leibchen für spätere Starts mit nach Hause nehmen.

Für unseren Verein konnte ich 29 Teilnehmer anmelden. 28 LƤufer sind dann gestartet. Insgesamt haben mehr als 1800 LƤufer den Onkolauf zu einer gelungenen Veranstaltung werden lassen. Für Nachwuchs war auch schon gesorgt. Ein kleiner Junge – im Kinderwagen von der Oma geschoben – trug schon eine Startnummer und nach uns gingen die Bambinis an den Start.

Ein Check über 15.000 Euro wurde an die Krebsberatung Essen als Ergebnis aus dem 16. Onkolauf im Jahr 2018 übergeben.

Jeder Teilnehmer konnte nach Herzenslust seine Runden laufen.

Viele Teilnehmer vom Turnerbund  liefen 3 Runden = 7,5 km für das Sportabzeichen. Siggi kam nach 10 km strahlend mit einem guten Laufergebnis an.  

Nach dem Empfang der Urkunden saßen wir noch bei Kaffee und Bier in zufriedener Runde beisammen.

Christa

Sportfest 2019

Am Samstag dem 14.09.2019 bereiteten bei bestem Sportwetter 15 Helfer und 4 Prüfer den  Sport-platz am Fƶhrenweg für die Sportabzeichenabnahme vor. Routiniert waren alle Wettkampfstellen bestens vorbereitet, als um 15.00 Uhr die Sportler nach einer kurzen Begrüßung  zu ihren Disziplinen gingen. Weitsprung, Standweitsprung, Zonenweitsprung, Seilchen springen vor- oder rückwƤrts, mit oder ohne Kreuzdurchschlag, Medizinball-, Schlagballwurf, Schleuderball, Kugel-stoßen, Sprintstrecken über 30, 50, 75 oder 100m und 800m bzw. 3000m je nach Alter, standen zur Auswahl.

Einige Sportler hatten bereits im August an den drei Trainingsabenden teilgenommen und wussten, wo ihre StƤrken lagen.

Dank Anna nahmen erstmalig wieder Kinder an der Sportabzeichenabnahme teil.

Für die Ausdauerdisziplin liefen einige Sportler zu einem späteren Zeitpunkt die 7,5 km beim Onko-Lauf in der Gruga bzw. fuhren die 20 km Rad auf dem Gasfeld an der Lilienthalstraße.

Alle Sportler, die erstmalig ihr Sportabzeichen ablegen, müssen einen Schwimmnachweis erbringen.

Dank des tollen Wetters blieben viele Aktive, Helfer und Zuschauer noch lange beim „Treffpunkt Garage“ sitzen, den Detlef gut organisiert hatte. Es war ein frƶhlicher und harmonischer Ausklang einer erfolgreichen sportlichen Veranstaltung.

Wenn alle Teilnehmer die noch ausstehenden Disziplinen schaffen, werden wir 2019 über 30 Sport-abzeichenabnahmen einreichen können.

Ein schƶner Erfolg.

Mein Dank geht an alle Prüfer, Helfer, Kinder und Erwachsene, die an diesem Tag mit Freude und Anstrengung diese sportliche Veranstaltung zu einem schönen gemeinsamen Erlebnis in unserem Verein gemacht haben.

Brigitte Nƶtzel

Sommerausflug der Nordic Walking Abteilung

Am 8. August 2019 war es wieder soweit. 25 NW wanderten um 9.30 Uhr über die Wetterwarte und den Rutherweg zur Straußenfarm. Das Wetter war prima. Wir konnten im Wintergarten Platz nehmen, da ich vorsorglich unsere Gruppe angemeldet hatte. Als unsere Speisen auf den Tisch kamen, meldeten sich sofort die Wespen. Aber Waltraud wartete mit einem Trick auf. Sie legte Kupfermünzen auf den Tisch – und was soll ich sagen – die Wespen verzogen sich zu den anderen Speisen. Alle waren mit dem Essen und dem GetrƤnkeservice zufrieden. Einige Nordic Walker kannten die Straußenfarm noch nicht. Sie waren von der Schƶnheit der Natur sehr beeindruckt.

Der Rückweg wurde auf schmalen Wiesenpfaden entlang Brombeerhecken zum Flughafen zurückgelegt. Zufrieden über diesen schönen Tag waren wir gegen 15 Uhr Zuhause.

Christa

Vereinsausflug nach Bonn und Linz am 31.07.2019

Bei der diesjƤhrigen Sommerfahrt ging es für 65 Personen zunƤchst nach Bonn. Erster Anlaufpunkt war das ā€žHaus der Geschichteā€œ. Um 10 Uhr starteten drei parallel geführte Gruppen zur Zeitreise durch die Geschichte unseres Landes von 1945 an bis zur Gegenwart. Ausgestattet mit Kopfhƶrern und regelbarer LautstƤrke folgten wir unseren jeweiligen ā€žBegleiternā€œ, die uns sofort auf die imaginƤre Mauer aufmerksam machten, die ja über 40 Jahre die deutschen Staaten geteilt hatte. Auf beiden Seiten der Mauer konnte man die vielen GerƤtschaften sehen, die die Menschen nach dem Krieg benutzt hatten. ZunƤchst erinnerten wir uns an die Kindheit oder an ErzƤhlungen Ƥlterer Verwandter, je weiter wir aber zur Neuzeit vordrangen, kamen immer mehr eigene Erfahrungen ins Spiel, die wir auch den anderen mitteilen wollten. So entwickelten sich lebhafte Unterhaltungen, denn die Informationen und besonders die ausgestellten Artikel boten natürlich reichlich GesprƤchsstoff. Besonders munter ging es zu, als wir das EiscafĆ© mit der Musikbox betraten. Einige Gruppen haben getanzt wie man spƤter hƶrte, andere wiederum das Lied ā€žZwei kleine Italienerā€œ gesungen (das konnten alle). Ein alter VW-Bus erinnerte uns an die Hippie-Zeit, die Zeit der Minirƶcke und an die ersten Erfahrungen mit der neuen ā€žPilleā€œ. Die anregenden GesprƤche gingen weiter, auch nachdem wir das Museum verlassen hatten und zum GOP-Restaurant ā€žLeanderā€œ gingen, um dort das Mittagessen einzunehmen.

Gegen 13:30 Uhr brachte uns unser netter Busfahrer Klaus Otto zum Schiffsanleger Alter Zoll. Dort wartete bereits die ā€žRheinprinzessinā€œ auf uns und legte auch sofort ab, als alle an Bord waren. Die anderthalbstündige Fahrt mit kurzen Schauern führte uns  vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. dem ehemaligen Regierungsviertel, Bad Godesberg, Siebengebirge mit Petersberg und Drachenfels, Kƶnigswinter, Erpeler Ley und den Resten der Brücke von Remagen, dann erreichten wir das mittelalterliche StƤdtchen Linz mit seinen mit FƤhnchen geschmückten bunten  FachwerkhƤusern und der bemerkenswerten St. Martins-Kirche.

Bis zur Abfahrt um 18 Uhr hatten wir ā€žfreiā€œ, also Gelegenheit, einfach nur zu bummeln, die LƤdchenunsicher zu machen oder die vielfƤltige Gastronomie auszuprobieren.

Unsere Heimfahrt verlief unspektakulär, keine Staus, so dass wir zügig wieder in Haarzopf waren: Glücklich, zufrieden und voller Eindrücke.

Es war ein schƶner Tag!

 

Doris und Gitte